AI-Powered Company Intelligence
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Firmenbuch-Begriffe, Bilanzpositionen, Finanzkennzahlen und KPIs aus dem Jahresabschluss
FNR
Die eindeutige Identifikationsnummer eines Unternehmens im österreichischen Firmenbuch. Sie besteht aus Zahlen und einem Buchstaben (z.B. 123456a) und wird vom zuständigen Firmenbuchgericht vergeben.
Umsatzsteuer-Identifikationsnummer
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer für Unternehmen in der EU. In Österreich beginnt sie mit ATU gefolgt von 8 Ziffern. Sie dient der Identifikation bei grenzüberschreitenden Geschäftsvorgängen und Rechnungsstellung.
Der gesetzliche Vertreter einer GmbH. Er vertritt die Gesellschaft nach außen und führt die Geschäfte. Die Vertretungsbefugnis (allein oder gemeinsam) ist im Firmenbuch eingetragen.
Das Leitungsorgan einer Aktiengesellschaft (AG). Der Vorstand vertritt die AG nach außen und führt die Geschäfte. Bei größeren AGs besteht der Vorstand aus mehreren Mitgliedern.
Ein Bevollmächtigter mit umfassender Vertretungsmacht für die Gesellschaft. Die Prokura berechtigt zu allen Arten von Geschäften, die der Betrieb eines Handelsgewerbes mit sich bringt. Die Prokura wird im Firmenbuch eingetragen.
Bei einer Kommanditgesellschaft (KG) der Gesellschafter, der unbeschränkt mit seinem Privatvermögen haftet. Er führt in der Regel die Geschäfte der KG.
Bei einer Kommanditgesellschaft (KG) der Gesellschafter, der nur mit seiner Einlage haftet. Er ist von der Geschäftsführung ausgeschlossen.
Die jährliche Rechnungslegung eines Unternehmens, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang. Bestimmte Unternehmen müssen den Jahresabschluss im Firmenbuch offenlegen.
Eine Aufstellung von Vermögen (Aktiva) und Schulden (Passiva) eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Sie ist Teil des Jahresabschlusses.
Die rechtliche Struktur eines Unternehmens, z.B. GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung), AG (Aktiengesellschaft), OG (Offene Gesellschaft), KG (Kommanditgesellschaft) oder Einzelunternehmen.
Die Beschreibung der Tätigkeit, der das Unternehmen nachgeht. Der Geschäftszweck wird bei der Gründung festgelegt und im Firmenbuch eingetragen.
Der eingetragene Unternehmenssitz (Ort), der im Firmenbuch vermerkt ist. Der Sitz bestimmt unter anderem das zuständige Firmenbuchgericht.
Das österreichische Gericht, das das Firmenbuch für einen bestimmten Bezirk führt. Typischerweise ist das Landesgericht für den jeweiligen Gerichtsbezirk zuständig.
Die Abwicklung eines aufgelösten Unternehmens. Ein Liquidator wird bestellt, der die Geschäfte abwickelt, Verbindlichkeiten begleicht und das verbleibende Vermögen an die Gesellschafter verteilt.
Vermögen
Die linke Seite der Bilanz. Zeigt die Vermögensseite: wie das Unternehmen sein Kapital angelegt hat. Unterteilt in Anlagevermögen und Umlaufvermögen. Die Summe der Aktiva entspricht der Bilanzsumme.
Kapital
Die rechte Seite der Bilanz. Zeigt die Kapitalseite: woher das Kapital stammt (Eigenkapital, Rückstellungen, Verbindlichkeiten). Die Summe der Passiva muss der Summe der Aktiva entsprechen.
Gesamtvermögen, Gesamtkapital
Die Gesamtsumme der Aktiva bzw. Passiva einer Bilanz. Sie entspricht dem Gesamtvermögen bzw. Gesamtkapital des Unternehmens zum Bilanzstichtag.
Der Tag, auf den die Bilanz aufgestellt wird. In Österreich typischerweise der 31. Dezember (Kalenderjahr) oder ein anderer Geschäftsjahresabschluss.
GuV
Teil des Jahresabschlusses, der Aufwendungen und Erträge einer Periode gegenüberstellt. Zeigt das Ergebnis (Gewinn oder Verlust) des Geschäftsjahres.
Ergänzender Teil des Jahresabschlusses mit Erläuterungen zu Bilanz und GuV. Enthält u.a. Bewertungsmethoden, Angaben zu Verbindlichkeiten und sonstige Pflichtangaben.
Vermögensgegenstände, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen: immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen (Gebäude, Maschinen) und Finanzanlagen. Im Gegensatz zum Umlaufvermögen nicht für den kurzfristigen Verkauf bestimmt.
Vermögensgegenstände, die kurzfristig umgesetzt werden: Vorräte, Forderungen, Wertpapiere und liquide Mittel. Wichtig für die Beurteilung der Liquidität.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse, fertige Erzeugnisse und Waren. Werden im Umlaufvermögen ausgewiesen und dienen der laufenden Produktion bzw. dem Verkauf.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Geldforderungen des Unternehmens aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen. Typischerweise kurzfristig fällig. Wichtig für Liquiditätskennzahlen.
Barmittel, Kassenbestand
Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Die unmittelbar verfügbaren Zahlungsmittel. Basis für die Cash Ratio und Liquidität 1. Grades.
Langfristig gehaltene Beteiligungen, Wertpapiere und Ausleihungen. Teil des Anlagevermögens. Dienen der langfristigen Kapitalanlage.
RAP
Korrekturposten am Periodenende für Aufwendungen und Erträge, die wirtschaftlich einer anderen Periode zuzurechnen sind. Erscheinen in Aktiva und Passiva.
Das von den Gesellschaftern eingebrachte und erwirtschaftete Kapital. Umfasst gezeichnetes Kapital, Kapitalrücklagen, Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn. Grundlage für Eigenkapitalquote und ROE.
Der von den Gesellschaftern übernommene und eingezahlte Kapitalanteil. Bei GmbH: Stammkapital; bei AG: Grundkapital. Mindestbetrag gesetzlich vorgeschrieben.
Das gezeichnete Kapital einer GmbH. Mindesthöhe in Österreich: € 35.000. Wird bei der Gründung festgelegt und im Firmenbuch eingetragen.
Einbehaltener Gewinn, der nicht ausgeschüttet wird. Kapitalrücklagen (z.B. aus Agio), Gewinnrücklagen und gesetzliche Rücklagen. Stärken die Eigenkapitalbasis.
Der nach Verwendung der Gewinnrücklagen verbleibende Gewinn. Kann ausgeschüttet oder in Rücklagen eingestellt werden. Wird in der GuV ermittelt.
Verbindlichkeiten ungewisser Höhe oder ungewissen Fälligkeitsdatums: Pensionsrückstellungen, Steuerrückstellungen, Prozessrückstellungen etc. Gehören zum Fremdkapital.
Fremdkapital
Schulden des Unternehmens gegenüber Dritten: Lieferantenverbindlichkeiten, Kredite, Darlehen. Unterteilt in langfristige und kurzfristige Verbindlichkeiten.
Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit unter einem Jahr. Wichtig für Liquiditätskennzahlen (Current Ratio, Quick Ratio, Cash Ratio).
Verbindlichkeiten mit Restlaufzeit über einem Jahr. Typischerweise Darlehen und Anleihen. Relevant für Anlagendeckung II.
Cash Ratio (wenn in %)
Liquide Mittel geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten. Zeigt, ob das Unternehmen kurzfristige Verbindlichkeiten sofort aus Barmitteln begleichen kann. Strengste Liquiditätskennzahl.
(Liquide Mittel + Forderungen) geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten. Berücksichtigt neben Bargeld auch kurzfristig einlösbare Forderungen. Auch: Acid Test.
Umlaufvermögen geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten. Entspricht dem Current Ratio. Zeigt, ob kurzfristige Verbindlichkeiten durch kurzfristig realisierbares Vermögen gedeckt sind.
Liquide Mittel geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten (oft in %). Misst die Fähigkeit, kurzfristige Schulden ohne Verkauf von Vorräten oder Forderungen zu bedienen.
Liquidität 3. Grades
Umlaufvermögen geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten. Entspricht Liquidität 3. Grades. Ein Wert über 1 (bzw. 100 %) gilt als solide; zu hohe Werte können auf ineffiziente Kapitalnutzung hindeuten.
Acid Test
(Umlaufvermögen – Vorräte) geteilt durch kurzfristige Verbindlichkeiten. Ähnlich Liquidität 2. Grades; schließt Vorräte aus, die schwerer zu liquidieren sind.
Nettoumlaufvermögen
Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten. Zeigt das für den laufenden Betrieb verfügbare Kapital. Positives Working Capital deutet auf solide Liquidität hin.
EK-Quote
Eigenkapital geteilt durch Gesamtkapital (Bilanzsumme), oft in %. Misst den Anteil des Eigenkapitals an der Finanzierung. Höhere Werte bedeuten geringere Abhängigkeit von Fremdkapital.
Fremdkapital (Verbindlichkeiten + Rückstellungen) geteilt durch Gesamtkapital, oft in %. Ergänzt die Eigenkapitalquote; beide addieren sich zu 100 %.
Debt/Equity Ratio
Fremdkapital geteilt durch Eigenkapital, oft in %. Zeigt das Verhältnis von Fremd- zu Eigenkapital. Hohe Werte bedeuten höhere Finanzierungsrisiken.
Eigenkapital geteilt durch Verbindlichkeiten. Kehrwert des Verschuldungsgrads. Werte über 1 bedeuten, dass mehr Eigen- als Fremdkapital vorhanden ist.
Gesamtkapital geteilt durch Eigenkapital. Zeigt, wie stark das Unternehmen mit Fremdkapital gehebelt ist. Höhere Werte bedeuten höhere Hebelwirkung und Risiko.
Eigenkapital geteilt durch Anlagevermögen, oft in %. Zeigt, zu welchem Anteil das Anlagevermögen durch Eigenkapital finanziert ist. Goldene Bilanzregel: mind. 100 %.
(Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) geteilt durch Anlagevermögen, oft in %. Erweiterte goldene Bilanzregel: langfristiges Vermögen soll durch langfristiges Kapital gedeckt sein.
(Eigenkapital + Rückstellungen) geteilt durch Anlagevermögen, oft in %. Berücksichtigt Rückstellungen als quasi-eigenkapitalähnliche Mittel.
Eigenkapital geteilt durch Anlagevermögen, oft in %. Entspricht konzeptionell der Anlagendeckung I.
Fremdkapital geteilt durch Anlagevermögen, oft in %. Zeigt den Anteil des Anlagevermögens, der durch Fremdkapital finanziert ist.
Anlagevermögen geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Zeigt den Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme. Hohe Werte typisch für produzierende Unternehmen.
Umlaufvermögen geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Zeigt den Anteil des Umlaufvermögens. Hohe Werte typisch für Handel und Dienstleister.
Forderungen geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Misst den Anteil der Forderungen am Vermögen. Hohe Werte können auf längere Zahlungsziele hindeuten.
Rückstellungen geteilt durch Gesamtkapital, oft in %. Zeigt den Anteil der Rückstellungen an der Finanzierung.
Wertpapiere und Anteile geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Misst den Anteil des in Wertpapieren gebundenen Vermögens.
Verbindlichkeiten geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Zeigt, wie stark das Vermögen durch Fremdkapital finanziert ist.
Eigenkapital geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Entspricht der Eigenkapitalquote.
Return on Assets
Return on Assets: Jahresüberschuss geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Misst die Rentabilität des eingesetzten Gesamtkapitals. Zeigt, wie effizient das Vermögen genutzt wird.
Return on Equity, Eigenkapitalrentabilität
Return on Equity: Jahresüberschuss geteilt durch Eigenkapital, oft in %. Misst die Verzinsung des Eigenkapitals. Wichtige Kennzahl für Gesellschafter.
Return on Capital Employed
Return on Capital Employed: Betriebsergebnis geteilt durch das eingesetzte Kapital (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital). Misst die Rentabilität des betrieblich gebundenen Kapitals.
Bilanzgewinn geteilt durch Eigenkapital, oft in %. Zeigt, welcher Anteil des Eigenkapitals durch einbehaltenen Gewinn gebildet wird.
Stammkapital geteilt durch Eigenkapital, oft in %. Zeigt den Anteil des gezeichneten Kapitals am Gesamteigenkapital.
Umsatz geteilt durch Gesamtkapital (oder Umlaufvermögen geteilt durch Gesamtvermögen als Vermögensumschlag). Misst, wie oft das Kapital im Jahr umgeschlagen wird.
(Bilanzsumme aktuelles Jahr minus Vorjahr) geteilt durch Bilanzsumme Vorjahr, oft in %. Misst das Wachstum des Unternehmensvermögens.
(Eigenkapital aktuell minus Eigenkapital Vorjahr) geteilt durch Eigenkapital Vorjahr, oft in %. Zeigt die Entwicklung der Eigenkapitalbasis.
Fremdkapital geteilt durch Cashflow. Misst, in wie vielen Jahren das Fremdkapital aus dem Cashflow zurückgeführt werden könnte.
Forderungen geteilt durch Verbindlichkeiten, oft in %. Zeigt das Verhältnis von Forderungen zu Verbindlichkeiten.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Häufigste Rechtsform in Österreich. Mindeststammkapital € 35.000. Die Haftung der Gesellschafter ist auf die Einlage beschränkt.
Aktiengesellschaft
Aktiengesellschaft. Kapitalgesellschaft mit in Aktien zerlegtem Grundkapital. Mindestgrundkapital € 70.000. Wird von Vorstand geleitet, Aufsichtsrat überwacht.
Offene Gesellschaft
Offene Gesellschaft. Personengesellschaft, bei der alle Gesellschafter unbeschränkt haften und zur Geschäftsführung berechtigt sind.
Kommanditgesellschaft
Kommanditgesellschaft. Personengesellschaft mit mindestens einem Komplementär (unbeschränkt haftend) und einem Kommanditisten (haftet nur mit Einlage).
Unternehmen, das von einer natürlichen Person ohne Gesellschaftsform betrieben wird. Der Inhaber haftet unbeschränkt mit seinem gesamten Vermögen.
Amtlicher Auszug aus dem Firmenbuch mit den aktuellen Eintragungen zu einem Unternehmen. Enthält u.a. Firma, Sitz, Geschäftsführer, Kapital und Änderungshistorie.
JustizOnline
Elektronische Verlautbarungs- und Informationsplattform des österreichischen Bundesministeriums für Justiz. Offizielle Quelle für Firmenbucheinträge und Verlautbarungen.
Verpflichtung bestimmter Unternehmen, den Jahresabschluss im Firmenbuch offenzulegen. Betrifft u.a. GmbH, AG und Kapitalgesellschaften ab bestimmten Größenklassen.
Personennummer
Personennummer im Firmenbuch. Eindeutige Identifikationsnummer für natürliche Personen, die im Firmenbuch als Geschäftsführer, Prokurist o.ä. eingetragen sind.
Nicht körperliche Vermögenswerte: z.B. Konzessionen, Patente, Lizenzen, Firmenwert. Teil des Anlagevermögens.
Körperliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens: Grundstücke, Bauten, Maschinen, Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Lieferantenverbindlichkeiten
Schulden aus dem Wareneinkauf und bezogenen Leistungen. Typischerweise kurzfristig, Teil der Verbindlichkeiten.
Beteiligungen, Wertpapiere des Anlagevermögens und Anteile an verbundenen Unternehmen. Teil des Umlaufvermögens oder Anlagevermögens.
Rücklage aus der Emission von Anteilen über dem Nennwert (Agio) oder aus anderen kapitalerhöhenden Vorgängen. Teil des Eigenkapitals.
Einbehaltener Gewinn, der nicht ausgeschüttet wurde. Stärkt die Eigenkapitalbasis. Kann gesetzlich, satzungsmäßig oder freiwillig gebildet werden.
Erlöse
Erlöse aus dem Verkauf von Waren und Dienstleistungen. Erscheint in der Gewinn- und Verlustrechnung. Basis für Umsatzrentabilität und Umschlagskennzahlen.
Jahresfehlbetrag (bei Verlust)
Der Gewinn oder Verlust eines Geschäftsjahres nach Steuern. Erscheint in der GuV und wird in die Bilanz (Eigenkapital/Bilanzgewinn) übernommen.
Betriebsergebnis
Earnings Before Interest and Taxes: Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern. Misst die operative Ertragskraft ohne Finanzierungs- und Steuereffekte.
Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization: EBIT zuzüglich Abschreibungen. Nähert sich dem Cashflow aus dem operativen Geschäft.
Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln. Operativer Cashflow: aus Geschäftstätigkeit; Investitions-Cashflow: aus Anlagegeschäft; Finanzierungs-Cashflow: aus Kapitalmaßnahmen.
Ergebnis aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Zinsen und Steuern. Entspricht EBIT. Zeigt die Ertragskraft des Kerngeschäfts.
Grundsatz: Langfristiges Vermögen (Anlagevermögen) soll durch langfristiges Kapital (Eigenkapital + langfristiges Fremdkapital) gedeckt sein. Anlagendeckung I und II prüfen dies.
Anlagevermögen geteilt durch Umlaufvermögen. Zeigt das Verhältnis von Anlage- zu Umlaufvermögen. Hohe Werte bei kapitalintensiven Unternehmen.
Rechnungsabgrenzungsposten geteilt durch Gesamtvermögen, oft in %. Zeigt den Anteil der Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme.
Das dem aktuellen Geschäftsjahr unmittelbar vorhergehende Geschäftsjahr. Wird für Vergleichsanalysen und Wachstumsraten herangezogen.
Der Tag, auf den die Bilanz aufgestellt wird. In Österreich meist 31. Dezember. Alle Vermögenswerte und Schulden werden zu diesem Stichtag bewertet.
Der Zeitraum, für den der Jahresabschluss erstellt wird. Kann vom Kalenderjahr abweichen (Rumpfgeschäftsjahr bei Neugründung oder Änderung).
Die Befugnis, die Gesellschaft rechtlich zu vertreten. Im Firmenbuch eingetragen als „allein“, „gemeinsam“ oder „gemeinsam mit Prokurist“. Bestimmt, wer die Firma rechtsverbindlich vertritt.
Status eines aufgelösten Unternehmens, das sich in der Abwicklungsphase befindet. Ein Liquidator führt die Geschäfte bis zur vollständigen Abwicklung.
Unternehmensgesetzbuch
Unternehmensgesetzbuch. Das österreichische Gesetz für die Rechnungslegung von Unternehmen. Enthält Vorschriften zu Buchführung, Jahresabschluss und Offenlegung.
Handelsgesetzbuch
Handelsgesetzbuch. In Österreich durch das UGB weitgehend abgelöst. Enthält u.a. Gliederungsvorschriften für Bilanz und GuV. HGB-Paragraphen (z.B. § 224) werden oft zur Bezeichnung von Bilanzpositionen verwendet.
Planmäßige oder außerplanmäßige Wertminderung von Vermögensgegenständen über deren Nutzungsdauer. Erscheint in GuV und reduziert den Buchwert in der Bilanz.
Kontrollorgan bei AG und GmbH (ab bestimmter Größe). Überwacht den Vorstand bzw. die Geschäftsführung. Bestellt und entlässt die Geschäftsführung bei der GmbH.
Versammlung der Gesellschafter einer GmbH oder AG. Beschließt über satzungsändernde Maßnahmen, Gewinnverteilung, Bestellung von Geschäftsführern und Aufsichtsrat.
Der Name, unter dem ein Unternehmen im Geschäftsverkehr auftritt. Muss im Firmenbuch eingetragen sein. Bei GmbH und AG oft mit Zusatz „GmbH“ bzw. „AG“.
Eigentümer einer Gesellschaft. Bei GmbH: Gesellschafter mit Stammeinlagen; bei AG: Aktionäre mit Aktien. Haften je nach Rechtsform beschränkt oder unbeschränkt.
Der von einem GmbH-Gesellschafter übernommene Kapitalanteil. Summe aller Stammeinlagen ergibt das Stammkapital. Muss mindestens zur Hälfte eingezahlt sein.
Verlegung des Unternehmenssitzes in einen anderen Gerichtsbezirk. Erfordert Eintragung im Firmenbuch und ggf. Änderung des zuständigen Firmenbuchgerichts.
Beendigung einer Gesellschaft. Führt zur Liquidation, sofern nicht durch Verschmelzung oder Umwandlung fortgeführt. Wird im Firmenbuch eingetragen.
Wertverzehr in einer Periode (z.B. Personalaufwand, Abschreibungen, Zinsen). Erscheint in der GuV und mindert den Gewinn.
Wertzugang in einer Periode (z.B. Umsatzerlöse, Zinserträge). Erscheint in der GuV und erhöht den Gewinn.
Nicht ausgeschütteter Gewinn aus dem Vorjahr. Wird im Eigenkapital ausgewiesen und kann mit dem aktuellen Jahresüberschuss verrechnet oder ausgeschüttet werden.
Nicht ausgeglichener Verlust aus dem Vorjahr. Mindert das Eigenkapital und kann durch Gewinne der Folgejahre ausgeglichen werden.
Gewinnausschüttung an Aktionäre (AG) oder Gesellschafter. Wird aus dem Bilanzgewinn beschlossen und mindert das Eigenkapital.
Wirtschaftsprüfer, der den Jahresabschluss prüft. Bei kapitalmarktorientierten und großen Unternehmen gesetzlich vorgeschrieben.
Zusammengefasster Abschluss einer Konzernmutter mit ihren Tochterunternehmen. Zeigt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Gesamtkonzerns.
Jahresabschluss eines einzelnen Unternehmens (im Gegensatz zum Konzernabschluss). Enthält Bilanz, GuV und Anhang des Einzelunternehmens.
Buchhaltung
Systematische Erfassung aller Geschäftsvorfälle. Grundlage für den Jahresabschluss. In Österreich für Kaufleute und Kapitalgesellschaften gesetzlich vorgeschrieben.
Zuständiges Gericht für das Firmenbuch in Österreich. Jedes Landesgericht führt das Firmenbuch für seinen Gerichtsbezirk (z.B. LG Wien, LG Linz).
Öffentliche Bekanntmachung von Firmenbucheintragungen. Erscheint in den Verlautbarungsmedien und auf der EVI-Plattform. Dient der Rechtssicherheit.
Die Gesamtheit der Eintragungen zu einem Unternehmen im Firmenbuch. Jedes Unternehmen hat ein eigenes Firmenbuchblatt mit fortlaufender Historie.
Das von Dritten (Gläubigern) bereitgestellte Kapital: Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Im Gegensatz zum Eigenkapital mit Rückzahlungs- und Zinspflicht verbunden.
Summe aus Eigenkapital und Fremdkapital. Entspricht der Bilanzsumme (Passivseite). Finanziert das Gesamtvermögen.
Jahresüberschuss (oder EBIT) geteilt durch Umsatz, oft in %. Zeigt, wie viel Gewinn pro Euro Umsatz erzielt wird. Auch: Umsatzrendite.
Return on Investment
Return on Investment: Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Oft als Jahresüberschuss geteilt durch Gesamtkapital oder als Kombination aus Umsatzrentabilität und Kapitalumschlag.
Umlaufvermögen minus kurzfristige Verbindlichkeiten. Entspricht dem Working Capital. Zeigt das für den laufenden Betrieb verfügbare Kapital.
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